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  • Spontane Gedanken zu Rat cage:
    Definieren wir Freiheit immer so, dass sie nie erreicht werden kann? Freiheit ist ein nicht-fassbares und subjektiv-perzipiertes Gut, welches in unserer modernen Welt als das ultimativ Erstrebenswerte gilt. In früheren Epochen waren wir unfrei, weil uns Säbelzahntiger, Eiszeiten, Nahrungsmittelknappheit, Krankheiten, antike Reichsgebilde, Glaubensbekenntnisse, tyrannische Herrscher, unvollendete Regierungssysteme, Diktatoren, soziale und wirtschaftliche Systeme von der Freiheit abhielten. In vielerlei Hinsicht haben wir äußere freiheitsmindernde Faktoren durch den technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt minimieren können. Den Tod als letzten Freiheitsräuber haben wir noch nicht austricksen können, jedoch auch das ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit. Und desto mehr äußere Zwänge wegfallen, desto intensiver suchen wir innere Zwänge, die wir noch bis zum Erreichen der ultimativen Freiheit überwinden müssen. Wenn meine Gedanken und Glaubenssätze mein „very personal rat cage“ sind, wie kann ich ihm jemals entkommen. Teal Swan postuliert einige Thesen, welche durch Paola Pinna wieder aufgenommen und ihrer ausgehöhlten Stahl-„Eva“ in den Mund gelegt wurden. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen: Der Mensch macht sich seinen perfekten Käfig und kommt nicht wirklich zum Leben, weil er zu sehr an diesem Käfig hängt. Es wird das Gegensatzpaar „Gefangenschaft vs. Ausbreitung“ eingeführt mit der Aussicht, dass früher oder später das „Universum“ kommen wird und den Menschen (schmerzhaft) aus seinem Käfig befreien wird. Dieses (christliche) Heilversprechen (Universum=Jüngstes Gericht) rät uns Teal Swan zu antizipieren, indem wir unseren „rat cage“ selber verlassen. Das Individuum wird also für sein Heil selbst verantwortlich gemacht. Alles, was uns Menschen widerfährt, hat seinen Ursprung im individuellen Handeln des rat-cage-Bewohners. Niemand und nichts anderes kann dafür zur Verantwortung gezogen werden. Das Hinterfragen des rat-cage-Konzeptes müsste man schon als Element des rat-cages sehen, welcher uns von einem erfüllten Leben abhält. Eine ziemlich zirkuläre Argumentation.
    Teal Swans „Tipps“ für die Konzeption eines erfüllten Lebens lassen die komplexe Außenwelt völlig außer Acht und laden die ganze Verantwortung für ein gelungenes Leben auf das Individuum. Ziemlich erdrückend diese Verantwortung. Da ist der Käfig gar keine schlechte Alternative…

    O.K.

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