Jimmie Durham, Painted Self-Portrait, 2007, Acryl und Edding auf Farbfoto, 83,5 x 61 cm, Courtesy Christine König Galerie, Wien
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Eurotopia. Was ist Dein Europa?

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Bild: Jimmie Durham, Painted Self-Portrait, 2007, Acryl und Edding auf Farbfoto, 83,5 x 61 cm, Courtesy Christine König Galerie, Wien

Der Open Call Eurotopia. Was ist Dein Europa? ist eine Weiterführung der von Sandro Droschl kuratierten Ausstellung „Europa. Antike Zukunft“, die am 22. April 2021 in der neu gegründeten HALLE FÜR KUNST Steiermark eröffnet.

„Europa. Antike Zukunft“ präsentiert eine umfangreiche Auswahl internationaler zeitgenössischer Positionen, die sich mit der Ideengeschichte, den Mythen, Werten und Brüchen eines – derzeit eher zurückhaltenden – vereinten Europas auseinandersetzen, das über seine wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen hinaus als kulturhistorisches Projekt mit utopischem Potenzial heiß diskutiert wird.

In der Auseinandersetzung mit den philosophischen Grundpfeilern der europäischen Idee innerhalb der Ausstellung gibt das umfangreiche Werk des griechischen Universalgelehrten Aristoteles einen wichtigen Impuls. Sein egalitärer Zugang zur Gesellschaft, der die Autonomie des Einzelnen in Balance zur Gemeinschaft denkt, erfährt jüngst neue Aufmerksamkeit: In ihrer auf den Begriff der herrschaftsfreien Egalität aufbauenden Rezeption „Politische Gleichheit“ (2020) fordert die US-amerikanische Politikwissenschaftlerin Danielle Allen eine aktualisierte Fassung von Demokratie, ein ausgeglichenes Zusammenleben von Individuen in einer Gesellschaft jenseits eines nationalstaatlichen Denkens.

In Anlehnung möchten wir fragen: Wer hat Macht und auf welchen institutionellen Strukturen, Ressourcen und Möglichkeiten beruht diese? Könnte es sein, dass wir in den letzten Jahrzehnten im Schatten eines abstrakten liberalen Gleichheitsideals vergessen haben, wie die konkreten Machtverhältnisse und Ungleichheiten in unseren Gesellschaften zu sehen sind – und deshalb relativ unvorbereitet auf die neuen wirtschaftlichen Umwälzungen und rechtspopulistischen Mobilisierungen waren?

Allen entwickelt ein neues Verständnis von politischer Gleichheit für Gesellschaften mit großer sozialer und kultureller Vielfalt. Ausgangspunkt ihrer Analyse ist die Beziehung zwischen negativen und positiven Rechten. Im Gegensatz zur einflussreichen liberalen Theorie à la John Rawls argumentiert Allen, dass beiden die gleiche Bedeutung beigemessen werden sollte – und gelangt so zu einer Theorie der Gerechtigkeit, die auf dem Prinzip der „Differenz ohne Herrschaft“ beruht. Im Lichte dieses Prinzips können Probleme des sozialen Zusammenhalts innerhalb Europas produktiv angegangen werden.

In diesem Sinne lädt der Open Call Künstler_innen ein, die kulturelle Zusammensetzung einer europäischen Lebenswirklichkeit anzuerkennen und sich eine Utopie für Europa, die eine Vielzahl von Perspektiven zulässt vorzustellen. Wir bitten um Ihre Gedanken und künstlerischen Beiträge, mit dem Fokus die transnationalen Verbindungen, die ein prägendes Merkmal des heutigen Europas sind, weiter zu betonen, zu hinterfragen oder zu stärken. Der Open Call will die politische und soziale Bedeutung einer pluralistischen Gesellschaft neu ausloten und plädiert dafür, den Transnationalismus systematischer in die Zukunftsvorstellung Europas einzubeziehen. Die Beiträge sollen eine Vielfalt europäischer Utopien sichtbar machen: Was ist Dein Europa? Ist es eine Utopie oder Realität? Wo siehst Du dich selbst vertreten?

Für eine Veröffentlichung sind die inhaltliche Relevanz sowie die digitale Qualität für die digitale Verwertbarkeit Voraussetzung. Alle Beiträge werden über die Plattform nextmuseum.io und über die HALLE FÜR KUNST Steiermark-Website sowie im Foyer der Institution online zugänglich sein. Im Rahmen einer Veranstaltung werden ausgewählte Beiträge vorgestellt und nach Möglichkeit mit Protagonisten_innen, die nach Graz eingeladen werden diskutiert.

Die Einreichungen werden redaktionell gesichtet und erst danach online gestellt. Das Redaktionsteam behält sich vor nicht passende Beiträge ohne Begründung nicht zu berücksichtigen.

Sei dabei!

Der Open Call Eurotopia. Was ist Dein Europa? ist eine Weiterführung der von Sandro Droschl kuratierten Ausstellung „Europa. Antike Zukunft“, die am 22. April 2021 in der neu gegründeten HALLE FÜR KUNST Steiermark eröffnet.

„Europa. Antike Zukunft“ präsentiert eine umfangreiche Auswahl internationaler zeitgenössischer Positionen, die sich mit der Ideengeschichte, den Mythen, Werten und Brüchen eines – derzeit eher zurückhaltenden – vereinten Europas auseinandersetzen, das über seine wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen hinaus als kulturhistorisches Projekt mit utopischem Potenzial heiß diskutiert wird.

In der Auseinandersetzung mit den philosophischen Grundpfeilern der europäischen Idee innerhalb der Ausstellung gibt das umfangreiche Werk des griechischen Universalgelehrten Aristoteles einen wichtigen Impuls. Sein egalitärer Zugang zur Gesellschaft, der die Autonomie des Einzelnen in Balance zur Gemeinschaft denkt, erfährt jüngst neue Aufmerksamkeit: In ihrer auf den Begriff der herrschaftsfreien Egalität aufbauenden Rezeption „Politische Gleichheit“ (2020) fordert die US-amerikanische Politikwissenschaftlerin Danielle Allen eine aktualisierte Fassung von Demokratie, ein ausgeglichenes Zusammenleben von Individuen in einer Gesellschaft jenseits eines nationalstaatlichen Denkens.

In Anlehnung möchten wir fragen: Wer hat Macht und auf welchen institutionellen Strukturen, Ressourcen und Möglichkeiten beruht diese? Könnte es sein, dass wir in den letzten Jahrzehnten im Schatten eines abstrakten liberalen Gleichheitsideals vergessen haben, wie die konkreten Machtverhältnisse und Ungleichheiten in unseren Gesellschaften zu sehen sind – und deshalb relativ unvorbereitet auf die neuen wirtschaftlichen Umwälzungen und rechtspopulistischen Mobilisierungen waren?

Allen entwickelt ein neues Verständnis von politischer Gleichheit für Gesellschaften mit großer sozialer und kultureller Vielfalt. Ausgangspunkt ihrer Analyse ist die Beziehung zwischen negativen und positiven Rechten. Im Gegensatz zur einflussreichen liberalen Theorie à la John Rawls argumentiert Allen, dass beiden die gleiche Bedeutung beigemessen werden sollte – und gelangt so zu einer Theorie der Gerechtigkeit, die auf dem Prinzip der „Differenz ohne Herrschaft“ beruht. Im Lichte dieses Prinzips können Probleme des sozialen Zusammenhalts innerhalb Europas produktiv angegangen werden.

In diesem Sinne lädt der Open Call Künstler_innen ein, die kulturelle Zusammensetzung einer europäischen Lebenswirklichkeit anzuerkennen und sich eine Utopie für Europa, die eine Vielzahl von Perspektiven zulässt vorzustellen. Wir bitten um Ihre Gedanken und künstlerischen Beiträge, mit dem Fokus die transnationalen Verbindungen, die ein prägendes Merkmal des heutigen Europas sind, weiter zu betonen, zu hinterfragen oder zu stärken. Der Open Call will die politische und soziale Bedeutung einer pluralistischen Gesellschaft neu ausloten und plädiert dafür, den Transnationalismus systematischer in die Zukunftsvorstellung Europas einzubeziehen. Die Beiträge sollen eine Vielfalt europäischer Utopien sichtbar machen: Was ist Dein Europa? Ist es eine Utopie oder Realität? Wo siehst Du dich selbst vertreten?

Für eine Veröffentlichung sind die inhaltliche Relevanz sowie die digitale Qualität für die digitale Verwertbarkeit Voraussetzung. Alle Beiträge werden über die Plattform nextmuseum.io und über die HALLE FÜR KUNST Steiermark-Website sowie im Foyer der Institution online zugänglich sein. Im Rahmen einer Veranstaltung werden ausgewählte Beiträge vorgestellt und nach Möglichkeit mit Protagonisten_innen, die nach Graz eingeladen werden diskutiert.

Die Einreichungen werden redaktionell gesichtet und erst danach online gestellt. Das Redaktionsteam behält sich vor nicht passende Beiträge ohne Begründung nicht zu berücksichtigen.

Einreichungen

Who is afraid of Red, Yellow and Blue (My world order)
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Elena Kaludova

Stierkopf & Maske
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Nadine Arbeiter

Die Entdeckung Europas
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Die Entdeckung Europas

Sven Piayda

Ringen um Raum
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Bea Nielsen

In the end it’s all about the money
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Nika Rukavina

ARCHEOLOGIES OF THE FICTION STORIES
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pawel mendrek

„Pieta over my crying passports“
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„Pieta over my crying passports“

Aida Kožar Prenzel

Texture Gaps: The Semiotics of the Pandemic in Warsaw’s Urban Spaces.
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Bohdan Pylypushko

Viscosity
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Mónika Üveges

Spirited hunting
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Herman Ssebuliba

Villager Antivirus
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Villager Antivirus

Andrej Polukord

THE RAW LIFESTYLE OF HOSTEL  DWELLERS
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Mpumelelo Buthelezi

Legitimate values: reconstructing resentments in the meantime
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Bohdan Pylypushko

”The body object, ecology of the art”
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Liza Osepaishvili-Nemtsova

Europapa
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Kuesti

vsbl
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vsbl

Anne Barth

Yesterday is a history, tommorow is a future.Here and now.
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Bartosz Fraczek

Deep Interview
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Susanna Schoenberg

The transcendence of a hypothetical landscape
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Maria Vyrra

Europa III
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Roland Scheel-Rübsam

Acrobatic Painting
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Sylvain Gelewski

„My Europe. Be free for art“ painting exhibition
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Maciej Hoffman

European Integration
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Madeleina Kay

FLOWERS
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Ryan Blackwell

Manfred Weber
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Manfred Weber

Jonas Höschl

EUROPE IS LOST
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Jonas Höschl

IN-TRANSIT
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Benjamin F. Stumpf

Die Sache mit Europa. Mythos und andere Wirklichkeiten.
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Die Sache mit Europa. Mythos und andere Wirklichkeiten.

Wilma Seitinger

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