Javier Calvo (Costa Rica), Solo Yo, 2012 Video-performance
  • Ausstellung

Mapping the Cartographic

  • Finale Auswahl online
  • Fotografie
  • Mixed Media
Bild: Javier Calvo (Costa Rica), Solo Yo, 2012 Video-performance

Zeitgenössische Ansätze zur Planetarisierung

Die aus der Ära des europäischen Imperialismus resultierende Konsolidierung der Kartierung seit dem 16. Jahrhundert und die Verwendung von Ein-Punkt-Perspektiven machten den Raum zu einem Element, das mathematisch gemessen und dargestellt werden kann. Dieses Paradigma ist so allgegenwärtig geworden, dass wir es als natürlich und universell betrachten. Seit der Veröffentlichung der ersten Satellitenbilder der Erde hat sich die zeitgenössische Kunst mit einer ganzheitlichen Sicht auf den Planeten beschäftigt, zumal die natürliche Umwelt zu einer Manifestation eines planetarischen Netzwerks geworden ist, das für Globalisierungsdiskurse und -sensibilitäten erforderlich  ist.

Nach den kritischen Beobachtungen von William John Thomas Mitchel über Reproduktionen sind wir uns mehr denn je der Art und Weise bewusst, wie die Erde als Bild behandelt wird, denn, wie der Autor erklärt, ist die Welt selbst zu einem konstruierten Abbild geworden. So sehr, dass das Betreten eines Raumes heute dem Betreten eines virtuellen Bildes gleicht, in dem das Subjekt nur noch eine Figur in einem vorgefassten Bild oder an einer vorgefassten Bühne ist. Dazu schlug Jussi Parikks vor, dass „unsere Beziehungen zur Erde durch Technologien und Techniken der Visualisierung, Bedeutung, Berechnung, Kartierung, Vorhersage, Simulation und so weiter vermittelt werden: Durch und in den Medien begreifen wir die Erde als Objekt für kognitive, praktische und affektive Beziehungen“. Diese Untersuchung des Kartographischen versucht daher, dem Gefühl des „realen“ Raums entgegenzuwirken, der durch algorithmische Darstellungen mittels Google Maps, Satellitenbildern und anderen digitalen Manifestationen geformt und definiert wird, da diese das große Repertoire an Darstellungen des Natürlichen ergänzen. Genauer gesagt rufen wir zu künstlerischen Projekten auf, die konventionelle kartographische Darstellungen untergraben, indem sie andere Beziehungen zum natürlichen Raum vorschlagen.

 

Einladung:

Wir laden Künstlerinnen und Künstler ein, Arbeiten einzureichen, und alle Interessierten, sich aktiv an der Diskussion im Gruppenchat mit Collective Rewilding und der Gemeinschaft zu beteiligen.

Die offene Ausschreibung sucht nach künstlerischen Positionen die konventionelle kartographische Darstellungen untergraben, indem sie andere Beziehungen zum Raum vorschlagen. Unsere Ausgangspunkte sind hierbei die folgenden Fragen:

– Wie tragen digitale künstlerische Praktiken zu einer technologisch vermittelten Beziehung des Natürlichen bei?

– Wie können künstlerische Positionen  die Technisierung des Natürlichen und seine Wiedergabe als real unterstreichen?

– Welche Rolle spielt Kartographie in der zeitgenössischen Wahrnehmung und Positionierung des Regionalen und Internationalen, warum und zu welchem Zweck?

– Welche Art von neuem oder kritischem Wissen wird durch zeitgenössische Praktiken der Kartenerstellung produziert?

– Welche Ideologien oder politischen Orientierungen werden durch zeitgenössische kartographische Darstellungen unterstrichen? Was sind die politischen/ethischen/sozialen Implikationen dieser Darstellungen?

– Wie ist die Beziehung zwischen diesen allgegenwärtigen Konventionen planetarischer Territorialitäten und dem zeitgenössischen Subjekt?

Zeitleiste für die offene Ausschreibung:  15.10.-31.12.2020

Ergebnis: Die Ausstellung “ On Cartography “ wird im Winter 2022 an einem noch zu enthüllenden Ort stattfinden.

Sei dabei!

Zeitgenössische Ansätze zur Planetarisierung

Die aus der Ära des europäischen Imperialismus resultierende Konsolidierung der Kartierung seit dem 16. Jahrhundert und die Verwendung von Ein-Punkt-Perspektiven machten den Raum zu einem Element, das mathematisch gemessen und dargestellt werden kann. Dieses Paradigma ist so allgegenwärtig geworden, dass wir es als natürlich und universell betrachten. Seit der Veröffentlichung der ersten Satellitenbilder der Erde hat sich die zeitgenössische Kunst mit einer ganzheitlichen Sicht auf den Planeten beschäftigt, zumal die natürliche Umwelt zu einer Manifestation eines planetarischen Netzwerks geworden ist, das für Globalisierungsdiskurse und -sensibilitäten erforderlich  ist.

Nach den kritischen Beobachtungen von William John Thomas Mitchel über Reproduktionen sind wir uns mehr denn je der Art und Weise bewusst, wie die Erde als Bild behandelt wird, denn, wie der Autor erklärt, ist die Welt selbst zu einem konstruierten Abbild geworden. So sehr, dass das Betreten eines Raumes heute dem Betreten eines virtuellen Bildes gleicht, in dem das Subjekt nur noch eine Figur in einem vorgefassten Bild oder an einer vorgefassten Bühne ist. Dazu schlug Jussi Parikks vor, dass „unsere Beziehungen zur Erde durch Technologien und Techniken der Visualisierung, Bedeutung, Berechnung, Kartierung, Vorhersage, Simulation und so weiter vermittelt werden: Durch und in den Medien begreifen wir die Erde als Objekt für kognitive, praktische und affektive Beziehungen“. Diese Untersuchung des Kartographischen versucht daher, dem Gefühl des „realen“ Raums entgegenzuwirken, der durch algorithmische Darstellungen mittels Google Maps, Satellitenbildern und anderen digitalen Manifestationen geformt und definiert wird, da diese das große Repertoire an Darstellungen des Natürlichen ergänzen. Genauer gesagt rufen wir zu künstlerischen Projekten auf, die konventionelle kartographische Darstellungen untergraben, indem sie andere Beziehungen zum natürlichen Raum vorschlagen.

 

Einladung:

Wir laden Künstlerinnen und Künstler ein, Arbeiten einzureichen, und alle Interessierten, sich aktiv an der Diskussion im Gruppenchat mit Collective Rewilding und der Gemeinschaft zu beteiligen.

Die offene Ausschreibung sucht nach künstlerischen Positionen die konventionelle kartographische Darstellungen untergraben, indem sie andere Beziehungen zum Raum vorschlagen. Unsere Ausgangspunkte sind hierbei die folgenden Fragen:

– Wie tragen digitale künstlerische Praktiken zu einer technologisch vermittelten Beziehung des Natürlichen bei?

– Wie können künstlerische Positionen  die Technisierung des Natürlichen und seine Wiedergabe als real unterstreichen?

– Welche Rolle spielt Kartographie in der zeitgenössischen Wahrnehmung und Positionierung des Regionalen und Internationalen, warum und zu welchem Zweck?

– Welche Art von neuem oder kritischem Wissen wird durch zeitgenössische Praktiken der Kartenerstellung produziert?

– Welche Ideologien oder politischen Orientierungen werden durch zeitgenössische kartographische Darstellungen unterstrichen? Was sind die politischen/ethischen/sozialen Implikationen dieser Darstellungen?

– Wie ist die Beziehung zwischen diesen allgegenwärtigen Konventionen planetarischer Territorialitäten und dem zeitgenössischen Subjekt?

Zeitleiste für die offene Ausschreibung:  15.10.-31.12.2020

Ergebnis: Die Ausstellung “ On Cartography “ wird im Winter 2022 an einem noch zu enthüllenden Ort stattfinden.

Statement Kurator*in

Vielen Dank, dass Ihr so großzügig eure Arbeiten mit uns zu geteilt habt. Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme an der kommenden Ausstellung "Mapping the Cartographic" bei Drugo More.

Nach sorgfältiger Prüfung der eingereichten Arbeiten freuen wir uns, die ausgewählten Künstler*innen bekannt zu geben: Iman Datoo, Aksiniya Peycheva, Pedro Hurpia, Marina Camargo, Monika Dvorniak, Hara Shin, Paula König, Yannis Pappas, Hanne van Dyck, Mari Fraga, Matheus da Rocha Montenari, TEU, Deborah Mora, und Sotiris Tsiganos/Ionian Bisai.

Da wir eine sehr große Anzahl von Einsendungen erhalten haben und uns die Zeit nehmen wollten, uns mit allen gründlich auseinanderzusetzen, hat sich der Auswahlprozess und die endgültige Entscheidung verzögert. Wir danken euch allen für eure Geduld!

Wir waren tief beeindruckt von dem hohen Niveau vieler Einreichungen, was uns die Entscheidung besonders schwer gemacht hat. Wir wissen euer Interesse an unserer Arbeit sehr zu schätzen und hoffen, dass wir unser Gespräch während des Projekts oder bei anderer Gelegenheit fortsetzen können.

Einreichungen

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