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ARt chat

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Im Rahmen der Partnerschaft der Hochschule Düsseldorf  (HSD) mit nextmuseum.io werden wir diverse digitale Experimente planen und durchführen. Das gemeinsame Ziel ist, mithilfe von digitalen Mitteln die Präsentation und Rezeption von Kunst demokratischer und partizipativer zu gestalten und das Museum neu zu definieren als Ort für Kreation, Experimente und Begegnungen (zwischen Menschen sowie zwischen Mensch und Technik). Im ersten Projekt entwickeln Studierende der HSD drei verschiedene Prototypen zu interaktiven Objektschildern, die zeitnah in der Ausstellung des NRW-Forums getestet werden.

 

Projekt: ARt chat

Die Applikation ARt chat verbindet drei Elemente: Augmented Reality (AR), Kunst und die Kommunikation zwischen den Besucher*innen einer Ausstellung. Dabei wird insbesondere der Fokus auf die Interaktion der Besucher*innen vor, während und nach dem Museumsbesuch gelegt.

Prototyp: Der Prototyp ist eine Anwendung für ein Smartphone oder Tablet. In dieser Applikation können 3D-Elemente in Augmented Reality platziert werden. Diese Elemente bestehen aus Kommentaren der Besucher*innen zu einem bestimmten Kunstwerk innerhalb der Ausstellung. Jedes Kunstwerk kann hierfür mit einem QR-Code versehen werden, der von Besucher*innen in der App eingescannt werden kann. Daraufhin eröffnet sich die Möglichkeit der Platzierung von Kommentaren und der Interaktion mit diesen.

Nutzung im Museum:

Die Besucher*innen des Museums werden auf ARt chat im Museum durch Hinweisschilder und eine Willkommens-Wand auf die App aufmerksam gemacht. Das Museum bietet ARt chat idealerweise vor Ort auf einigen Leihgeräten an. Die Besucher*innen werden nach Öffnen der App aufgefordert sich einzuloggen: Entweder können sie ein Profil anlegen und so die App längerfristig für weitere Ausstellungen oder teilnehmende Museen nutzen, oder sie können die App mit einem Gast-Account nutzen, der keine persönlichen Daten speichert. Nachdem die Besucher*innen sich für eine Art der Speicherung ihrer Daten entschieden haben, landen sie auf der Landing Page, die Startseite der App. Sollten sich die Besucher*innen ein Leihgerät genommen haben, können sie diese an einer Sammelstelle, nach ihrem Besuch, abgeben. Ihre Daten werden dann gelöscht.

AR:

Per Klick auf den AR-Button öffnet sich die Kamera des jeweiligen Gerätes und ein Dialogfeld. Das Dialogfeld zeigt die verschiedenen Varianten, wie man in der AR Szene interagieren kann. Zunächst kann der QR-Code eines Werkes eingescannt werden, zu dem man die AR-Funktion nutzen möchte. Dieser QR-Code befindet sich neben dem Museumsschild, das die Informationen zum Werk zeigt. Nachdem der QR-Code eingescannt wurde, kann per Klick auf einen entsprechenden Button ein Kommentar verfasst werden. Danach kann der Kommentar per Drag and Drop im Raum frei platziert werden. Kommentare in der AR Szene können mit einem Like versehen werden, entweder per Klick auf ein Herz-Icon am Kommentar oder per Doppel-Klick auf den Kommentar selbst. Kommentare und Kunstwerke können mit Lesezeichen versehen werden, um sich diese in einer Liste zu merken und Benachrichtigungen bei Aktivitäten zu erhalten. Nachdem die Nutzer*innen den Rundgang durch die Ausstellung oder Sammlung beendet haben, haben sie in einem AR-Gästebuch (kann eine weiße Wand mit QR-Code sein), die Möglichkeit ihre finalen Gedanken zur Ausstellung in Form eines Kommentars zu teilen.

Mehrwert von ARt chat:

Für die Besucher*innen: Anders als bei Elementen, die schon im Museum implementiert wurden, können sich die Besucher*innen dafür oder dagegen entscheiden, die App zu nutzen, ohne Informationen vorenthalten zu bekommen. Die App ist so weit es geht barrierefrei. Einstellungen wie Sprache und Schriftgröße, Farbprofil können ggf. angepasst werden. Die App soll die Besucher*innen zur Diskussion anregen. Das Niveau der Unterhaltung ist denkbar von begeisterten Erstbesucher*innen zu etablierten Kunsthistoriker*innen. Während und nach einem Museumsbesuch gibt es die Möglichkeit der Interaktion mit der Ausstellung. Zusätzlich hat man eine nachhaltige Speicherung von Museumsbesuchen und den eigenen Interaktionen, die man noch weit nach dem eigentlichen Museumsbesuch abrufen kann.

Für die Museen: Das Museum kann Fragen sammeln, beantworten, und auswerten. Es werden nur anonymisierte Daten bezüglich der Interaktion mit Kunstwerken und deren Kommentare gespeichert und ausgewertet. Diese Daten können z.B. behilflich sein bei der Planung weiterer Ausstellungen, bzw. zur Optimierung einer Dauerausstellung. Längerfristig kann die Anwendung für mehrere Museen und Ausstellungen genutzt und angepasst werden. Dies hat einen Vorteil für die Nutzer*innen, die nur eine Anwendung benötigen, aber auch für die Museen, weil sie keine eigene museums-spezifische Anwendung entwickeln müssen. Mithilfe einer Einrichtungs-Dokumentation können eigene Ausstellungen und Kunstwerke angelegt werden.

Beteiligte Studierende: Miriam Jost, Michael Michel, Kim Tischer

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